Skip navigation

Category Archives: Makro

Hier ein paar erste Ergebnisse der aufgemotzten Handykamera, aufgenommen mit Linse (2) und großzügig nachbearbeitet. Dafür dass es quasi mit Bordmitteln gemacht ist, find ich es gar nicht schlecht… 🙂

Change

Timing

Advertisements

Im Web habe ich mal gelesen, dass man mit einer Laser-Linse aus einem DVD-Player leicht ein Makroobjektiv für eine Handykamera basteln kann. Natürlich ist es grundsätzlich keine gute Idee, so ein Gerät aufzumachen und darin herumzustochern; das ist nicht ganz ungefährlich, und das Gerät ist danach Elektroschrott. Da mein alter CD-Player vor einiger Zeit aber ohnehin den Geist aufgegeben hat (und ich weder Stromschläge noch Laserstrahlen fürchte) wollte ich es mir aber nicht nehmen lassen, dieses Experiment todesmutig selbst durchzuführen.

Nach dem Öffnen des Gehäuses war es überraschend einfach, mit den Fingern die Linse samt Einfassung aus dem Laufwerk zu hebeln. Zuerst habe ich die obere Linse (1)  genommen, die am leichtesten zu erreichen war; darunter befand sich bei meinem Laufwerk noch eine weitere Linse (2), die schwerer zu erreichen war, sich jedoch auch mit sanfter Hebelkraft lösen ließ.

Die Einfassung der Linse (1), darunter die Linse (2) noch im Laufwerk.

Mit einem kleinen Messer bzw. zwei Zangen ließen sich die Linsen problemlos aus ihren Fassungen befreien.

Rechts die beiden Linsen (2) und (1); links die Fassung von Linse (2) (diese war einfach aufgeklebt).

Anschließend ließen sich die Linsen mit etwas Tesafilm leicht einigermaßen mittig auf die Handykamera kleben. Nicht schön, aber hält ganz gut.

Handykamera mit Linse (1): Sitzt, wackelt, und hat Luft.

Erste Tests mit den neuen „Objektiven“ sind vielversprechend. Die Vergrößerung ist beeindruckend, insbesondere bei der gewölbten Linse (1), die sehr stark bündelt. Damit war es schwer, überhaupt ein erkennbares Objekt für ein Testfoto zu finden, da man auch bei Münzen nur sehr kleine Ausschnitte erwischt (ca. 2mm x 3mm). Man muss dabei extrem nah an das Objekt herangehen, um ein scharfes Bild zu erhalten (ich vermute genauso nah, wie die Linse vorher zur CD positioniert war, also im Millimeter-Bereich).

England auf einer 1-Euro-Münze (ca. 2mm hoch), hier formatfüllend mit Linse (1) abgelichtet.

Linse (2) kann man leichter handhaben, da sie weniger stark vergrößert und vor allem der Abstand zum Motiv nicht so klein ist. Das fühlt sich mehr nach Makro an als die Mikroskop-Linse (1), und ist vom Einsatzbereich her um einiges vielfältiger.

Linse (1), aufgenommen mit Linse (2). Durchmesser des Motivs ist ca. 6mm.

Leider ist die Qualität meiner Handykamera ziemlich mies; da gibt es sicher bessere Modelle. Unterm Strich kann man so mit sehr einfachen Mitteln Makrofotografie betreiben. Dabei eröffnet die Tiefenschärfe der Handykameras tolle Gestaltungsmöglichkeiten. Außerdem lassen sich ausgemusterte Disk-Men, 4x-CD-Brenner und schrottreife CD-Player so noch für eine sinnvolle Verwendung ausschlachten.

Mal sehen, ob ich es damit schaffe, „gute“ Fotos zu machen! 🙂

Update: Geht.

Inspiriert von einer Anleitung im Web habe ich mir einen einfachen Blitzdiffusor aus einer Einwegsuppenschüssel gebastelt. Blitzdiffusoren sind z.B. in der Makrofotografie sehr nützlich, um eine gleichmäßige und sanfte Ausleuchtung des Motivs zu erreichen. Gute Beispiele für Aufnahmen, die mit ähnlichem Equipment gemacht wurden, finden sich z.B. auf Flickr.

D80 mit Suppenschüssel-Blitzdiffusor

D80 mit Suppenteller-Blitzdiffusor

Dabei wurde der Suppenteller einfach auf einen vor das Objektiv geschraubten UV-Filter aufgesteckt.

Bisherige Ergebnisse sind vielversprechend, vor allem wenn man das integrierte Blitzgerät der Kamera benutzen möchte.

Testfoto eines Schweizer Franken mit und ohne Blitzdiffusor

Testfotos (unbearbeitet)

  1. Mit Blitzdiffusor und externem Blitzgerät.
  2. Ohne Blitzdiffusor mit externem Blitzgerät.
  3. Mit Blitzdiffusor und integriertem Blitzgerät.
  4. Ohne Blitzdiffusor mit integriertem Blitzgerät (der Schatten entsteht weil das Objektiv die Münze verdeckt).