Skip navigation

Category Archives: fotografie

PremierPhotoCommunity

Der Erfolg von Flickr, 500px und anderen Foto Communities ist ungebrochen. Ich hatte mich vor einigen Jahren für Flickr entschieden und war etwa 3 Jahre lang zahlendes Mitglied. Nach all der Zeit mehr oder weniger fleißiger Beteiligung, frage ich mich nun:

Warum tue ich mir diese Online Foto Communities eigentlich an?

Die schiere Masse an Bilder lässt Schätze zu schnell untergehen und die reine Präsentation auf dem Bildschirm lässt meine Motivation in neue Tiefen sinken. Ein Gutteil der Flickr Nutzer wird wohl auch weiterhin Bilder mit „Great Shot!“ bewerten, weil die Auflagen der Gruppe in der sie posten das Kommentieren anderer Werke erfordert. Was das mit Community und Austausch zu tun hat, wird mir ewig ein Rätsel bleiben. Sicher, es gibt auch einige unglaublich nette Leute, die konstruktive Kritik anbringen und mit viel Freude und Leidenschaft.

Ich bekomme dagegen immer mehr Lust darauf, meine Bilder aufs Papier zu bringen, an die Wand zu hängen oder in dieser Form mit anderen zu vergleichen und bewerten. Alles begann mit einem kleinen Foto Wettbewerb, zu dem ein befreundeter Maler aufgerufen hatte. Bei einem Glas Wein, hatte er im Spaß dazu angestachelt, unsere Toskana Fotos zu vergleichen. Plötzlich wurde die Sache ernst, denn schnell hatte sich eine Jury zusammengerottet, die uns nun (beide) tatsächlich dazu zwang unsere Bilder zu zeigen. Aus einem Urlaub mit über tausend Bildern, mussten also drei Bilder ausgewählt werden. Die Auswahl trieb mich in den Wahnsinn, weil ich mich natürlich nicht entscheiden konnte. Außerdem sollte jedes Bild mit einer Passepartout versehen werden. Wir hatten recht verschiedene und keine davon war einfach weiß oder schwarz. Der Abend des Wettbewerbs kam irgendwann. Der Stress war verflogen und mir begann die Sache immer mehr Spaß zu machen. So viel Spaß, dass ich etwas ähnliches später gerne wiederholen wollte. Doch einerseits wollte ich nicht regelmäßig Freunde mit meinen kreativen Unfällen erquicken, andererseits interessierte es mich auch was Menschen zu den Bildern sagen, die selbst fotografieren.

Was nun? 

Schon vor einem Jahr hatte ich erfahren, dass es einen lokalen Foto Club gibt. Bisher dato ich keine Motivation aufgebracht diesen zu besuchen. Jetzt allerdings bekam ich Lust darauf, mir die Sache genauer anzusehen. Tatsächlich wurden gleich am ersten Abend Bilder in Passepartout an die Wand gehängt, bewertet und diskutiert. Manchmal vielleicht etwas harsch, nicht immer nachvollziehbar, oft aber auch sehr nett und durch großartige Kommentare und Vorschläge unterstützt. Nach mehr als einem halben Jahr, hänge ich meine Bilder ab und an ebenfalls auf und versuche mich an der Diskussion zu beteiligen. Bisher bereitet die Sache viel Freude. Ich kann jedem der von Flickr & Co. müde ist nur empfehlen, sich den lokalen Foto Club einmal etwas genauer anzuschauen.

 

— Sebastian

Tja, eines kann ich schon vorweg nehmen: Die umgebaute pinhole Box ist alles andere als unschlagbar geworden. Irgendwelche Teile der Box sind im Weg und erzeugen auf dem Bild die fieseste Vignette, die die Menschheit je sah. Die Sucher der Box sind – obwohl nicht modifiziert – auch der letzte Schrott. Und zu allem Überfluss schneidet der Scanner, der mir gerade zur Verfügung steht an den Seiten noch ein paar Millimeter ab *grml*.

Einige der Bilder sind trotzdem ganz schön geworden und durch die riesige Negativ-Fläche (6cm x 9cm) sogar auch einigermaßen scharf.

Dillenburgs landmark and symbol through a pinhole camera

Dillenburgs landmark and symbol through a pinhole camera.

Das obenstehende Bild habe ich dann am Ende auch auf pinholeday.org eingereicht. Es sollte irgendwann unter diesem Link erreichbar sein: http://www.pinholeday.org/gallery/2011/index.php?id=3151

World Pinhole Day 2011 - Amtsgericht, Weilburg

World Pinhole Day 2011 - Amtsgericht, Weilburg.

World Pinhole Day 2011 - Villa Grün, Dillenburg

World Pinhole Day 2011 - Villa Grün, Dillenburg.

Little greens and big blues (by greyOne2009)

Einer der wohl wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Filter für die Natur- und Landschaftsfotografie ist der Polarisationsfilter. Man unterscheidet zwei Arten von Polarisationsfiltern in der Fotografie, zum einen den linearen und zum anderen den zirkularen Polarisationsfilter.

Auf eine genauere technische Betrachtung inklusive enormer mathematischer und physikalischer Formelberge möchte ich aber hier verzichten. Grob gesagt ändert und filtert ein Polarisationsfilter das auftreffende Licht in dessen Geschwindigkeit, Winkel und Wellenfrequenz. Bei einem linearen Polarisierer geschieht das in einer Ebene, bei einem zirkularen wie es der Name schon andeutet in einem Kreisförmigen Ausmaß.

Reine lineare Polarisationsfilter werden bei heutigen „modernen“ Kameras aber nicht mehr eingesetzt, da diese das Messergebnis z.B. einer TTL-Belichtungsmessung verfälschen könnten. Man setzt heute fast ausschließlich lineare Polarisationsfilter mit nachfolgender Zirkularpolarisation ein – kurz auch zirkularer Polarisationsfilter genannt.

Was bedeutet das nun in der Praxis? Was habe ich zu beachten?

Durch die Eigenschaften kann ich auf meinem Film oder aber dem digitalen Medium einige Effekte erreichen, welche ich ansonsten nur – wenn überhaupt -durch massive Nachbearbeitung erreichen kann. Im allgemeinen wird durch einen Polarisationsfilter der Kontrast und die Sättigung des Bildes angehoben. Im speziellen gibt es folgende Eigenschaften:

  • Unerwünschte Reflexionen von glatten, nichtmetallischen Oberflächen (Glas oder Wasser z.B.) lassen sich so ganz gut unterdrücken. Der Filter wirkt aber gerade auch dann sehr gut wenn eine gewisse Menge an Wasserdunst in der Luft liegt – oftmals kann man dann durch den Einsatz eines solchen Filters eine verbesserte Klarheit in die Ferne erreichen.
  • Grüne und rote Farbtöne von Gras und Laub sind kräftiger und strahlender, da teilweise polarisiertes Licht des Himmels nicht vollständig durchgelassen wird.

Blues, reds and greens (by greyOne2009)

  • Der blaue Himmel und nicht immer klare Wolkenkonturen werden hervorgehoben und „dunkler“ bzw. kräftiger und konturenreicher dargestellt bzw. aufgenommen.

Some greens, some blues and clouds (by greyOne2009)

  • Eine Sache, welche ich noch nicht ausprobiert habe, die aber immer wieder auch in der einschlägigen Literatur genannt wird ist, dass man mit einem Polarisationsfilter unheimlich gut Regenbogen Fotografieren soll. Ein Regenbogen ist an sich nichts anderes als pures polarisiertes Licht, wenn man nun den Polarisationsfilter so stellt, das der Regenbogen nicht mehr durch den Sucher sichtbar ist und sich dann um 90° dreht so soll der Pol.-filter das gesamte polarisierte Licht des Regenbogens durch lassen.

Die Nutzung des Polarisationsfilters ist eigentlich denkbar einfach, solch ein Filter hat seinen größten Effekt wenn er in einem Winkel von 90° zur polarisierten Lichtquelle (z.B. Sonne) genutzt wird. Seinen geringsten Effekt erzielt der Filter bei einem Winkel von jeweils 0° und 180° zur entsprechenden Lichtquelle.

Ein Besonderheit auf die es hier zu achten gilt, es sei denn man möchte so wie ich diesen Effekt auf seinen Bildern ab und zu mal sehen ist, dass bei einem Polarisationsfilter auf einer Linse mit einer Brennweite von kleiner 28mm ein recht interessanter Effekt entstehen kann. An solchen Bilder kann man am besten sehen wie ein Polarisationsfilter wirkt. Die Bereiche mit der höchsten Wirkung erscheinen dann dunkel und werden zu den Ränder des Bildes hin wieder heller.

The last snow is melting slowly (by greyOne2009)

Da Polarisationsfilter wie schon erwähnt den Kontrast und die Farbsättigung merklich verbessert sollte man jedoch unbedingt drauf achten das der Einsatz bei strahlender Mittagssonne auch seine Tücken haben kann …

Winterly light on the old oak (by greyOne2009)

Nun wünsche ich aber viel Spass beim selber ausprobieren und experimentieren.

Wer schon einmal geocachen war kennt den Reiz, ganz genau zu wissen an welchem Punkt auf diesem Planeten man sich gerade befindet. Das aufzeichnen von sogenannten Tracks oder Tracklogs ist die zeitliche Aneinanderreihung solcher Punkte oder Standorte. Das Ergebnis ist gepaart mit entsprechender Karten Software (hier existiert eine Menge Kram, aber als kleinster gemeinsamer Nenner taugen Google Earth und Google Maps ganz gut) ein wunderbar visualisierter Weg, den man zu Fuß, per Fahrrad oder womit auch immer zurück gelegt hat.

Da es irgendwie in der Natur einer Fotosafari liegt, an einem bestimmten Ort umher zu streifen würde es jetzt ganz gut passen den Ort an dem ein Bild aufgenommen wurde direkt im Bild zu speichern. Glücklicherweise ist das sogar möglich. Da das Thema eigentlich im Netz bzw. verschiedenen Blogs (Einführungsvideo, Übersicht von Software für den Mac) schon ziemlich abgegrast ist, soll das hier überhaupt keine große Einführung werden. Statt dessen möchte ich ein Ergebnis zeigen, dass bei den ersten Tests entstanden ist und kurz beschreiben wie das zu stande kam.

Mit auf der Fotosafari waren:

Eine Digitalkamera (Nikon D80 + 18-105mm). Wichtig: Uhrzeit und Datum einstellen!

Ein Garmin eTrex GPS Handgerät, das den Track (also den zuwückgelegten Weg) aufzeichnete.

Im Grunde sind wir jetzt einfach durch die Gegend gelaufen und haben Bilder geschossen, während das GPS Gerät die zurückgelegte Strecke aufzeichnete. Später am Rechner wurden dann einerseits die Bilder aus der Kamera, andererseits der Track aus dem GPS Gerät auf den Rechner kopiert.

HoudahGeo - Mac Software um Geo Informationen aus einem aufgezeichneten Track in die Bilder zu übertragen.

Hier kam dann eine Geotagging Software (da ich mich noch nicht entschieden habe, welche Software ich verwenden möchte, habe ich die Demo Version von HoudahGeo ausprobiert) zum Einsatz, um Bilder und Track zu kombinieren.

Google Earth als Interaktive Bilderkarte.

Jetzt kann man einfach aufhören und hat Bilder, die geoinformationen enthalten. HoudahGeo kann die Kombination aus Wegstrecke und Bildern aber auch in verschiedene Formate (z.B. Locr, Google Earth, …) exportieren. Durch den Export nach Google Earth KMZ entsteht als Ergebnis ein Dokument, dass Google Earth in eine interaktive Bilder-Karte verwandelt. Diese könnt ihr einfach hier herunter laden: BalkanExpress.kmz

Regnerisch-diesiges Wetter ist eine tolle Kulisse für düstere Aufnahmen. Trotzdem hat sich meine Ausflugslust heute in starken Grenzen gehalten, so dass ich nur mal kurz zu der nah gelegenen Magdalenenkirche gepilgert bin, um mit meiner zur Lochkamera umgebauten D80 zu experimentieren.

Guardian

D80 mit Gehäusedeckel-Objektiv. 2 Sekunden bei f ca. 135, Iso 400.

Bisher bin ich mit der Leistung meines „Objektivs“ ganz zufrieden, wenn das Loch auch (wie ich vermutet hatte) mit knapp 0,4mm etwas zu groß geraten ist. Aber egal, geht ja bei der Pinhole-Fotografie nicht so sehr um Schärfe. Trotzdem: da geht noch was! 🙂

Ich frage mich schon seit einiger Zeit, warum sich Leute in alle Öffentlichkeit mit diesen lächerlich aussehenden (andere empfinden das vielleicht als ‚Profihaft‘) Streulichtblenden montiert umher wandern. Das ist schließlich eine Kamera und keine Muskete.

Auf der anderen Seite ist mir das physikalische Prinzip natürlich klar: Streulicht fällt ein und verändert das Bild zum schlechteren. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass ich das auch im Resultat sehe. Oder? Schon seit einigen Wochen frage ich mich ob eine Streulichtblende Sinn macht und wie sie meine Fotos beeinflussen würde – wenn ich eine hätte.

Heute ergab sich dann eine Gelegenheit um das ganze einmal auszuprobieren. Nach gefühlten 3 Jahren Wolken, Nebel und Dunkelheit ließ sich tatsächlich die Sonne blicken. Also schnell die Kamera gezückt. Die Sonne stand so, dass Licht von einem Dachfenster von vorne Links und leicht von oben ins Bild viel. Ich halte mich nicht für einen besonders talentierten Fotografen oder jemanden mit einem guten Auge. Aber selbst mir war auf Anhieb klar, dass etwas nicht stimmt. Die Farben waren total ausgewaschen, fast wie ein grauer Schleier der auf dem Bild lag.

Drinnen, Licht von vorne links oben. Ohne Streulichtblende sind die Farben sehr verwaschen.

Also schnell mit der linken Hand die Sonnenblende simuliert indem ich sie wie einen halben Trichter vorne an das Objektiv ansetzte und damit einen halben Bogen über dem Objektiv erhielt. Im Sucher der Kamera wurde sofort klar, dass es eine ziemlich gute Idee war. Plötzlich kamen die Farben wieder und das Bild sah etwa so aus wie ich es mir Vorstellte.

Drinnen, Licht von vorne links oben. Mit der Linken Hand eine Streulichtblende simuliert.

Wie gut der Effekt einer gekauften Streulichtblende ist, kann ich immer noch nicht sagen, aber eins ist mir klar geworden: Je nach Lichtverhältnissen kann es vielleicht das Bild retten. Im Zweifelsfall werde ich bei Sonne jedenfalls öfters mal die Hand über das Objektiv halten… Vielleicht kann man auch durch gezieltes weg lassen interessante kreative Effekte erzeugen.

PS: Die Bilder sind leider etwas unterschiedlich fokussiert, es gibt schönere Motive auf unserem Planeten und ja, ich sollte meine Bude mal wieder aufräumen. Ich hoffe man kann dennoch erkennen was ich sagen möchte 😉

Mittels Doppelbelichtungen ist es möglich verschiedene Motive in einem Bild zu vereinen. Heute passiert dies vermutlich eher mit Hilfe von Photoshop und eher selten direkt in der Kamera. An dieser Stelle hörte mein Verständnis dieser Technik bisher auf und damit war das Thema Doppelbelichtungen für mich erst einmal als uninteressant abgehakt.

Nach einem Hinweis in einem Buch zum Thema Belichtung (Peterson 1990) war klar: Es gibt auch Situationen die mit Photoshop nicht so einfach möglich sind. Beispielsweise erzeugen Lichter interessante Effekte (Zerstreuungskreise?), wenn sie nicht im Fokus sind. Die Idee ist nun dies auszunutzen. Es werden nicht zwei verschiedene Motive per Doppelbelichtung zusammengeschnitten. Statt dessen wird ein Motiv mehrfach abgelichtet ohne die Kamera zu bewegen. Dabei wird das Motiv einmal ordentlich fokussiert und beim zweiten Durchgang manuell so fokussiert, dass alles ordentlich verschwommen ist. Wurde die Kamera nicht bewegt überlagern sich die Bilder und es entsteht ein ätherischer Schein um die aufgenommenen Personen/Objekte.

Mehrfachbelichtung (1. Objekte im Fokus, 2. Fokus so verschoben, dass die Lichter ordentliche Zerstreuungskreise erzeugen)

Das Beispielbild wurde mit einer Nikon D80 aufgenommen, die eine Untertützung für Doppelbelichtungen bietet (irgendwo im Menü). Das Bild wurde nicht nachbearbeitet.

Peterson, B., 1990. Understanding Exposure: How to Shoot Great Photographs, Amphoto Books.