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Category Archives: Bildbearbeitung

In den letzten Jahren ist mir Lightroom für die Bearbeitung und Verwaltung meiner Fotos ziemlich ans Herz gewachsen. Da ich in letzter Zeit jedoch häufiger mit Linux arbeite habe ich mich mal umgesehen und wurde angenehm überrascht was für vielfältige und ausgereifte Alternativen es mittlerweile gibt.

LightZone

LightZone war bis vor kurzem eine kommerzielle Software, die inzwischen aber Open Source und kostenlos erhältlich ist. Man muss sich allerdings in einem recht komischen Prozess registrieren. LightZone bietet weniger Bearbeitungsmodule als Lightroom und auch nur marginale Verwaltungsfunktionen. Dabei kommt das Tool ohne Datenbank aus, das heisst man arbeitet direkt auf der Festplatte. Dennoch arbeitet die Software nicht-destruktiv, und auch noch erstaunlich schnell. Interessant ist auch das LightZone einen etwas anderen Ansatz verfolgt als andere Fotobearbeitungssoftware und sich stark an einem Zonensystem orientiert. Bearbeitungen können so leicht auf bestimmte Bereiche angewendet werden. Läuft unter Linux, Mac, und Windows. Derzeit mein Favorit.

Darktable

Ein ziemlich klarer Lightroom-Klon mit einer etwas eigenwilligen Bedienung. Bietet dafür bei der Foto-Verwaltung und -Bearbeitung eigentlich alles was Lightroom kann, und dank umfangreichem Plugin-Angebot sogar noch das ein oder andere mehr wie mir scheint. Das Tool ist noch im Beta-Stadium, es gibt aber eine ziemlich aktive Community die Darktable weiterentwickelt. Man merkt noch einige Ecken und Kanten, aber die Software hat auf jeden Fall ein hohes Potential. Läuft allerdings nur unter Linux und auf dem Mac.

RawTherapee

Sozusagen der Platzhirsch unter den Open Source Raw-Bearbeitungsprogrammen (bevor Darktable entwickelt wurde jedenfalls). Bietet vielfältige Fotobearbeitungs und -verwaltungsfunktionen – eigentlich alles was man so braucht – und kommt dabei wie LightZone ohne Datenbank aus. Sehr reife, stabile und gut etablierte Software, die eine Menge Funktionen bietet, dafür im Vergleich allerdings etwas behäbig in der Bedienung ist. Kostenlos für Linux, Mac, und Windows.

Corel AfterShot Pro

Eine kommerzielle und unglaublich schnelle Foto-Workflowsoftware die sich ebenfalls stark an Lightroom orientiert. Früher war die Software als Bibble Pro bekannt, wurde dann aber von Corel gekauft und umbenannt. Kostet ca. 90 EUR, es gibt aber eine 30 Tage Testversion. Leider wurde wohl kürzlich die sehr gute Rauschfilterung aus der Software entfernt, und in Foren beklagen sich einige Nutzer dass die Entwicklung ziemlich langsam vorangeht und man lange auf Updates warten muss. Konnte auch die NEF Dateien aus meiner D610 als einziges der getesteten Tools nicht lesen. Läuft ebenfalls unter Linux, Mac, und Windows. Für mich aufgrund der beschrieben Probleme eher weniger interessant.

Es gibt auch noch ein paar andere Tools die hier erwähnt werden sollten: DigiKam sieht z.B. recht vielversprechend aus, und Shotwell stellt auch eine ganze Reihe von Funktionen zur Verfügung (erinnert mich ein wenig an iPhoto). Die schau ich mir dann bei Gelegenheit vielleicht auch nochmal näher an.

– Alex

Wein (provinzlateinisch vino aus lat. vinum und darüber hinaus vermutlich ein Wanderwort, das aus den semitischen in die indogermanischen Sprachen gelangt ist) ist ein alkoholisches Getränk, das aus dem vergorenen Saft von Weinbeeren hergestellt wird….jajaja…

Für mich ist Wein seit heute in erster Linie eine super Alternative in der Negativentwicklung.

Nach diversen Ausflügen in die Dunkelkammer und die eigene Negativentwicklung, nach Experimenten mit Kaffee und verschiedenen Filmen in der Rotationsentwicklung schrie mein Laborherz nach neuen Aufgaben…Diese Aufgabe entdeckte ich im Zauberwort Wineol.

Wineol ist ein alternativer Negativentwickler auf der Basis von billigem…und wirklich furchtbar billigem…Rotwein…und nein, der war wirklich nicht zu schade dafür. Das Rezept fand ich auf der Seite von Kwerfeldein und wurde dort von Tobias Pohl erwähnt.

Bei Wineol macht man sich genau wie bei Caffenol die Säure zu nutzen, gute Ansätze hatte Tobias Pohl schon bei diversen Filmen und Entwicklungsmethoden gemacht. So entschloss ich mich eine von Ihm bereits getestete Kombi mit (einem meiner Favoriten) dem Ilford FP4+ nachzukochen. Allerdings lagen nur Erfahrungswerte für die Kippentwicklung vor. Deswegen legte ich die Faustregel 1/3 weniger Entwicklungszeit bei gleicher Temperatur fest, die ich aus eigener Rotationserfahrung ableiten konnte.

 

Das Rezept:

 

 

 

 

 

450 ml Rotwein, hier empfielt sich der Merlot pays d’oc 2010 vom Aldi. Spätere Versuche mit noch billigerem Wein aus dem Tetrapack waren weniger ergiebig im Ergebnis.

45 g Waschsoda

2-4 g Ascorbinsäure

Das ganze Mixen und die Nase dabei zuhalten, was dabei rauskommt ist schwarz/blau und stinkt wie die Pest.

Wie bereits erwähnt entschied ich mich für die Rotationsentwicklung bei 21 Grad C und 30 Minuten.

Alles wie gehabt, Testfilm einspulen, vorwässern, Wineol (beim Einfüllen habe ich ein Sieb benutzt um eventuellen Weingrieß oder ähnliches auf dem Film zu vermeiden), wässern, fixieren, schlußwässern, fertig…und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Details in den Regentropfen und Himmel gut sichtbar.

Der Himmel ist verhältnismäßig gut ausdefiniert.

 

Das Nagativ ist gut entwickelt,leichte Körnung, details sind vorhanden. Ich hätte mit einer Rotfärbung gerechnet, statt dessen haben die Negative einen ganz leichten Sepiaton der beim Scannen jedoch weitgehend verschwindet.

 

Ich werde weitere Test machen, da ich den Ilford FP4+ im Prinzip liebe, er aber nicht soooo gut auf Wein anspringt wie ich mir das gedacht habe, ist wohl eher ein Weißweintrinker 😉 …naja, mag auch an dem modernen Trägermaterial liegen.

Hab da noch ne Einladung auf  ein bis zwei Gläser mit einem Rollei Retro 80s. Mal schauen wie die Entwicklung ausfällt da es sich bei dem Retro ja um einen Film mit klassischen Trägermaterial handelt, welches nach meiner Erfahrung besser auf alternative Entwickler reagiert.

 

Oder doch mit Urin versuchen? Naja…

 

Bis dahin

 

Gut Licht und Prost

 

Christian

 

Die Dunkelkammer:

Nachdem ich in den Bereichen analoge Fotografie und eigene Negativentwicklung gute Fortschritte gemacht hatte, keimte in mir der Wunsch meine Bilder nicht nur aufzunehmen und die Negative selbst zu entwickeln, sondern in der Dunkelkammer auch selbst auszuarbeiten…zu meinem Glück gab es die Grundausrüstung noch im Keller der Familie, so hatte ich nicht viel Anschaffungskosten. Darüber hinaus bekommt man eine gute Grundausrüstung schon, das Internet macht’s möglich, ab € 60 – € 120.

 Was braucht man für den Anfang?…Lust und Ausdauer, ein paar Gerätschaften und Chemie. Ausdauer deshalb, weil die Bedingungen in einer Dunkelkammer nicht immer die tollsten sind. Warm, Essigduft etc. Man kann ja nicht mal eben ein Fenster aufmachen. Hat man sich jedoch daran gewöhnt und macht genügend Pausen (was man am Anfang echt schnell vergessen kann), dann macht die Arbeit im Rotlicht echt spaß.

Welche Geräte und Chemie braucht man?…Natürlich eine Kammer ohne Lichteinfall mit schwarzen Wänden. Ich habe ein altes Badezimmer im Keller meiner Eltern gewählt, bei dem ich alle möglichen Ritzen (Lüftungsgitter, Türschlösser etc.) mit schwarzem Klebeband verschlossen habe. Auf schwarze Wände habe ich dabei verzichtet, wer will schon ein schwarzes Badezimmer. Eine Heizung ist gut, aber nicht von Nöten. Dafür aber eine Steckdose sowie fließendes Wasser (warm und kalt). Wichtig ist, dass ihr Trocken- und  Nassbereich trennt.

Die Chemie:

Entwickler, Stoppbad, Fixierer und Wasser. Ich verwende wie bei der Negativentwicklung die Produkte von Tetenal.

Entwickler: Tetenal Eukobrom

Mischung: 1+9= (für einen Liter Lösung gerechnet) 100ml Entwickler+900ml Wasser (20°C).

Stoppbad mische ich selbst aus Wasser und Essigessenz an.

Mischung: 950mlWasser (20°C) +50ml 20% Essigessenz.

Fixierer: Tetenal Superfix

Mischung je nach Fixiergeschwindigkeit: 1+3- 1+9

= (für einen Liter Lösung gerechnet) bei 1+9 (Fixiergeschwindigkeit ca. 2-3 min) 100ml Fixierer+900ml Wasser (ihr ahnt es schon 20°C).

Wasser für die Schlusswässerung: (natürlich 20°C). Für die Schlusswässerung lasse ich mir einfache ein Waschbecken, oder die Badewanne ein, da man so das Wasser immer mal wieder problemlos und ohne viel Aufwand austauschen kann.

Die Geräte:

–          ein Vergrößerer mit Opallampe (Neuere haben auch Halogenlampen), Objektiv, Belichtungsuhr und Bildbühne. Wichtig ist ein einschwenkbarer Rotfilter. Einen guten Artikel zu dem Thema findet ihr hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Vergr%C3%B6%C3%9Ferungsger%C3%A4t#Schwarzwei.C3.9F-Vergr.C3.B6.C3.9Ferungen

–          Vier Entwicklungsschalen mit je einer Entwicklungszange.

–          Messbecher, Schalenthermometer, ein Trichter pro Schale in der sich    Chemie befindet.

–          Eine Lampenfassung mit einer roten Duka- Leuchte.

–          1 Bleistift, 1 Schere, Küchenrolle, 1 Wäscheleine, Wäscheklammern,  1 Mehrfachstecker, 2 Arbeitsflächen (Tischplatten oder ähnliches), ein Kanister für die Fotochemie, Handschuhe zum Ansetzen der Chemie.

–          Fotopapier: Ich verwende Tetenal Work PE- Papier und Ilford Barytpapier. Den Unterschied erkläre ich später genauer.

Die Geräte und die Entwicklungsschalen so aufbauen, dass ein Work- Flow entsteht. Ich bin Linkshänder und so komme ich am Besten mit dem Ablauf von links nach rechts klar. Ganz links das Papier, dann der Vergrößerer und anschließend auch die Schalen von links nach rechts aufgebaut. Muss jeder für sich selbst herausfinden.

Wie mache ich einen Positivabzug?…Erst einmal die Chemie ansetzen und die Schalen richtig aufstellen: Entwickler Stoppbad Fixierer Schlusswässerung.

Zwischen Vergrößerer und Steckdose muss die Belichtungsuhr geschaltet werden. Über diese Belichtungsuhr kann jetzt die Lampe des Vergößerers gesteuert werden.

Licht aus, Rotlicht an. Beachtet, dass es eine spezielle Dunkelkammerlampe sein muss deren Wellenlänge nicht mit dem empfindlichen Fotomaterial reagiert. Es kann durchaus sein, dass ihr ein Papier erwischt welches auch mit grün- gelbem Licht verarbeitet werden kann, der Vorteil ist, dass es wesentlich heller in der Dunkelkammer ist. Steht aber alles auf den Verpackungen der Papiere.

Über die Belichtungsuhr den Vergößerer anschalten und den Rotlichtfilter vor das Licht schwenken. Aus einem Blatt Fotopapier jetzt mehrere Streifen schneiden, die braucht man zur Ermittlung der Belichtung. Achtet darauf, dass ihr das Papier nur im Rotlicht öffnet, da beim kleinsten „echten“ Lichtstrahl das Papier sofort angegriffen wird.

In die Bildbühne jetzt das gewünschte Negativ einlegen und ausrichten. Auf der Rückseite eines Fotopapiers kann man jetzt die Größe des Negativs oder eines Ausschnitts einstellen. Anschließend die Schärfe einstellen.Das Einstellen ist bei Rotlicht nicht ganz so einfach, hierfür gibt es spezielle Lupen. Die kosten aber auch dementsprechend. Einfacher ist es meiner Meinung nach die Rückseite von einem Blatt Fotopapier zu nehmen und die Schärfe eben bei Vergrößererlicht ohne Rotfilter einzustellen und dann den Rotfilter wieder vorzuschwenken.

Jetzt einen der vorbereiteten Streifen nehmen und mit dem Bleistift in 4- 6 Felder aufteilen (nehmt dafür keinen Filzstift, da dieser sich in der Entwicklungschemie auswäscht).

Dazu ein Blatt dunkles Papier nehmen. An der Belichtungsuhr 2 Sek. einstellen. Licht des Vergößeres ausschalten, Rotfilter wegschwenken, erstes Feld mit 2 Sek. belichten, dabei mit dem Blatt Papier den Rest abdecken. Dann das erste und das zweite Feld mit 2 sek. belichten usw. bis der gesamte Streifen belichtet ist. Das erste Feld ist jetzt mit insgesamt 8 Sek. belichtet, das zweite mit 6 Sek., das dritte mit 4 Sek. usw. So ist auf dem Teststreifen ein breites Belichtungsspektrum.

Den Streifen in den Entwickler legen. Bei der Entwicklung darauf achten, dass die Wanne leicht gewiegt wird, damit ein mögliches Konzentrationsgefälle im Wasser umgangen wird…hin und her, hin und her…bis ihr das Motiv auf dem Streifen erkennen könnt. Ab ins Stoppbad, ca. 10 Mal hin und her wiegen. In den Fixierer für 3- 4 min. Schlusswässern…Fertig.

Auf dem Streifen erkennt ihr jetzt wie das Motiv mit verschiedenen Zeiten belichtet aussieht, oder ob ihr eventuell doch kürzer oder länger belichten müsst. Die 2 Sek. sind eine grobe Peilmarke von mir. Je heller das Negativ, desto dunkler das Bild. Also muss die Belichtungszeit entsprechend kurz sein. Bei dunklen Negativen ist dann natürlich das Gegenteil der Fall, lange Belichtung, damit das Licht gut durchscheinen kann.

Entwicklung eines zu dunklen Negativs...23 Minuten

Wenn ihr eine Belichtungszeit ermittelt habt, geht es ans Ausbelichten.

Als erstes den Rotfilter vorschwenken, Vergößererlicht an, Fotopapier auslegen, Zeit einstellen, Licht aus, Rotfilter wegschwenken, Bild belichten, Fotopapier entwickeln…Fertig.

Wenn der Negativfilm auf allen Bildern gleich belichtet wurde (also z.B. 36 Aufnahmen bei 100 ASA), muss man nicht unbedingt für jedes Positiv einen Belichtungstest machen. Sobald ein Film mit einer anderen ASA- Zahl entwickelt werden soll, oder ein besonderes Motiv auf dem Film ist, lohnt sich ein neuer Teststreifen.

Pause nicht vergessen

Am Ende der Dunkelkammerarbeit kann man noch einen Kontaktbogen erstellen. Dazu einfach die verwendeten Negative eines Films auf einen Bogen Fotopapier legen und belichten (so lange wie ihr auch die Negative belichtet habt), entwickeln…Fertig.

Noch ein kleiner Praxistipp: Alle Vergrößererobjektive haben Blendenringe mit denen ihr wie beim Fotografieren auch Belichtungszeit und Schärfentiefe des Positivs beeinflussen könnt, so können mitunter kleinere Unschärfen behoben werden.

Noch ein paar Worte zu Fotopapier und Entwicklung.

Barytpapier…enthält eine Schicht aus Bariumsulfat, welches das Papier vor einsinken der Entwicklungsemulsion in die tieferen Schichten schützen soll. Dabei hellt das Bariumsulfat das Papier aufgrund seiner Eigenschaften auch noch auf. Barytpapier ist ein recht edles Papier, da es sich durch besonders hohe Qualität mit reinem Weiß, tiefem Schwarz und guten Grauwerten auszeichnet. Ein weiterer Vorteil von Baryt ist die längere Haltbarkeit von bis zu 100 Jahren. Leider lässt sich Barytpapier nur sehr mühselig verarbeiten, denn das Papier saugt sich mit Chemie voll und muss danach lange und intensiv gewässert werden (ich leg es in die Badewanne), außerdem verzieht es sich beim trocknen, weshalb früher Barytpressen verwendet wurden.

PE- Papiere…sind mit einer Schicht Polyäthylen umgeben die verhindern soll, dass die Entwicklungsemulsion in das Papier eindringt. Die korrekte Bezeichnung lautet PE- RC Papier (RC= resin coated). So muss das Papier nur kurz gewässert werden, da die Chemie nicht tief in das Papier eindringen kann. Zudem lässt es sich schneller trocknen, da es nur relativ kurz mit Flüssigkeit in Berührung kommt.

Fotochemie…irgendwann ist auch mal die schönste Suppe kalt und schlecht, genauso ist es mit der Fotochemie. Achtet bei dem Umgang mit den angesetzten Lösungen darauf, dass sie nicht unter 20°C fallen da sich dadurch die Entwicklungszeiten extrem verändern. Des Weitern wird irgendwann die Chemie keine Wirkung mehr haben, dann ist der PH- Wert (Entwickler: 10- 11,5, Fixierer: 4,10 – 4,30) überschritten und das heißt, keine wirklich gute Entwicklung mehr. Abhilfe schaffen da PH- Wert- Teststreifen, mit denen man jederzeit messen kann. Mit einem Liter Entwicklersuppe komme ich bei konstant 20°C ungefähr auf 15-20 A4- Bilder. Die Teststreifen für das Fixierbad zeigen dazu noch den Silbergehalt im Fixierer an. Fixierbäder können nur eine begrenzte Menge an Silberkonzentration aufnehmen bis sie erschöpfen.

So das war es erst einmal, ich hoffe ihr könnt was damit anfangen.

 

Allseits gut Licht und viel Spaß beim Nachkochen.

 

 

Christian

 

Bildbearbeitungsprogramme wie Lightroom oder Aperture ermöglichen es, eigene Entwicklungsschritte als Presets zu speichern. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn man seinen eigenen Workflow entwickelt hat (etwa für die S/W-Konversion) und diesen immer wieder auf unterschiedliche Fotos anwenden möchte.

Bisher habe ich von dieser Funktion wenig Gebrauch gemacht. In erster Linie habe ich die immer größer werdende Sammlung von voreingestellten Presets dazu verwendet, um Inspiration zu bekommen für die Bearbeitung von Fotos. Durch einfaches Durchklicken der im System vorhandenen Presets bekommt man finde ich eine gute Vorstellung davon, wie unterschiedlich sich Fotos bearbeiten lassen, und wie sich die Möglichkeiten (SW mit mehr oder weniger Kontrast, übersättigte oder ausgeblichene Farben, etc.) auf die Stimmung eines Fotos auswirken. Man kann so leicht in neue Stile hineinschnuppern, und sich Anregungen holen für die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung. Ist der erste Schritt so erstmal gemacht, lassen sich dann leicht durch Anpassen der Parameter auch eigene Akzente setzen.

Presets in Lightroom (mit Vorschau)

Da mir in letzter Zeit die voreingestellten Presets etwas zu langweilig geworden sind, habe ich mich mal im Web umgesehen nach neuen Möglichkeiten. Dabei bin ich schnell auf einige Seiten gestoßen, die nutzergenerierte Presets anbieten, wie z.B. die Seite http://presetpond.com/. Dort kann man Presets für unterschiedliche Fotobearbeitungsprogramme durchstöbern, sich Vorher-Nachher Vorschaubilder ansehen und die Dateien mit den entsprechenden Einstellungen herunterladen. Man kann Presets auch bewerten und kommentieren, sowie eigene Presets hochladen um diese mit anderen zu teilen.

Leider ist der Import und Export von Presets zumindest bei Lightroom noch relativ aufwändig, da man die entsprechenden Dateien händisch an die richtige Stelle im Dateisystem kopieren muss (auf dem Mac beispielsweise in den Ordner /Library/Application Support/Adobe/Lightroom/Develop Presets). Hier besteht aus meiner Sicht noch erhebliches Verbessungspotential auf Seiten der Software, um das Weitergeben und Importieren von Presets zu erleichtern.

Wenn man aber auf der Suche nach neuen Inspirationen ist, lohnt sich die Mühe durchaus. Insbesondere wenn man wie ich eine ganze Reihe von teilweise älteren Aufnahmen auf der Festplatte hat, mit denen man bisher nicht so recht etwas anfangen konnte, da die eigenen Versuche der Bearbeitung immer in Sackgassen geführt haben (einige Resultate die auf dieser Grundlage entstanden sind lassen sich hier, hier und hier bewundern). Zudem kann man auch viel über die Möglichkeiten der Fotobearbeitung lernen, indem man nachvollzieht an welchen Stellschrauben die Presets drehen um zum gewünschten Resultat zu gelangen.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Hey!

Mein Mitblogger Bogenfreund hatte mir gestern eine interessantes Tutorial zum Thema Nachbearbeitung von Bildern empfohlen. Natürlich musste ich das sofort ausprobieren. Das Ergebnis wollte ich euch nicht vorenthalten. Aber erwartet nicht zu viel, ich habe keine Ahnung, was ich hier tue. 😉

Bevor ich auch die Details eingehe hier erst einmal der vorher/nachher Vergleich:

Der Weißabgleich wurde leicht verändert. Weiterhin ist das Bild bestimmt durch ein komplexes Zusammenspiel aus Modifikation der Belichtung/Blende, Helligkeit, Kontrast, Sättigung (wurde runter gedreht!), Wiederherstellung und Aufhelllicht. Das entspricht praktisch dem Tutorial. Ich behaupte gar nicht, dass ich das perfekt verstehe, sieht aber interessant aus, wenn auch nicht unbedingt realistisch. Was aber extrem auffällt ist, dass das Gras im Bild Vordergrund extrem scharf geworden ist. Das stellte sich teilweise durch das nachschärfen ein, aber richtig scharf wurde es erst als die verschiedenen Parameter zu Kontrast, Belichtung, etc. modifiziert wurden. Relativ spät im Bearbeitungsprozess war ich mit der Lichtstimmung einigermassen zufrieden. Als Probleme übrig geblieben war noch die fehlende Zeichnung der Wolken und ein paar dunkle Flecke an dem Waldstück links im Bild. Diese wurden dann mit der „Brush“ entweder aufgehellt, oder abgedunkelt.

Wer schon einmal geocachen war kennt den Reiz, ganz genau zu wissen an welchem Punkt auf diesem Planeten man sich gerade befindet. Das aufzeichnen von sogenannten Tracks oder Tracklogs ist die zeitliche Aneinanderreihung solcher Punkte oder Standorte. Das Ergebnis ist gepaart mit entsprechender Karten Software (hier existiert eine Menge Kram, aber als kleinster gemeinsamer Nenner taugen Google Earth und Google Maps ganz gut) ein wunderbar visualisierter Weg, den man zu Fuß, per Fahrrad oder womit auch immer zurück gelegt hat.

Da es irgendwie in der Natur einer Fotosafari liegt, an einem bestimmten Ort umher zu streifen würde es jetzt ganz gut passen den Ort an dem ein Bild aufgenommen wurde direkt im Bild zu speichern. Glücklicherweise ist das sogar möglich. Da das Thema eigentlich im Netz bzw. verschiedenen Blogs (Einführungsvideo, Übersicht von Software für den Mac) schon ziemlich abgegrast ist, soll das hier überhaupt keine große Einführung werden. Statt dessen möchte ich ein Ergebnis zeigen, dass bei den ersten Tests entstanden ist und kurz beschreiben wie das zu stande kam.

Mit auf der Fotosafari waren:

Eine Digitalkamera (Nikon D80 + 18-105mm). Wichtig: Uhrzeit und Datum einstellen!

Ein Garmin eTrex GPS Handgerät, das den Track (also den zuwückgelegten Weg) aufzeichnete.

Im Grunde sind wir jetzt einfach durch die Gegend gelaufen und haben Bilder geschossen, während das GPS Gerät die zurückgelegte Strecke aufzeichnete. Später am Rechner wurden dann einerseits die Bilder aus der Kamera, andererseits der Track aus dem GPS Gerät auf den Rechner kopiert.

HoudahGeo - Mac Software um Geo Informationen aus einem aufgezeichneten Track in die Bilder zu übertragen.

Hier kam dann eine Geotagging Software (da ich mich noch nicht entschieden habe, welche Software ich verwenden möchte, habe ich die Demo Version von HoudahGeo ausprobiert) zum Einsatz, um Bilder und Track zu kombinieren.

Google Earth als Interaktive Bilderkarte.

Jetzt kann man einfach aufhören und hat Bilder, die geoinformationen enthalten. HoudahGeo kann die Kombination aus Wegstrecke und Bildern aber auch in verschiedene Formate (z.B. Locr, Google Earth, …) exportieren. Durch den Export nach Google Earth KMZ entsteht als Ergebnis ein Dokument, dass Google Earth in eine interaktive Bilder-Karte verwandelt. Diese könnt ihr einfach hier herunter laden: BalkanExpress.kmz

Bildbearbeitungsprogramme eröffnen Fotografen heute Möglichkeiten, von denen (zumindest Amateure) früher nur träumen konnten. Vor einigen Jahren bin ich beim Ausprobieren auf den Orton-Effekt gestoßen, der Fotos eine unwirkliche, feenhafte Atmosphäre verleiht. Da mir die Originaltechnik, die bereits  in vielen Tutorials im Netz beschrieben wurde, meist etwas übertrieben kitschig erschien, habe ich herumexperimentiert und die grundsätzliche Idee etwas modifiziert.

Der modifizierte Orton-Effekt eignet sich besonders für kontrastreiche Aufnahmen, bei denen das Motiv vor einem dunklen Hintergrund klar herausstechen soll. Durch die Bearbeitung werden die Kontraste zusäzlich verstärkt. Das Motiv wird so noch deutlicher hervorgehoben, und mit einer leichten, fast nicht wahrnehmbaren „Aura“ versehen. Diese hebt den Kitschfaktor unauffällig, ohne ihn zu übertreiben.

Als Beispiel habe ich das Foto einer Seerose genommen, das im Botanischen Garten Bonn aufgenommen wurde.

Ausgangsbild

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