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Wein (provinzlateinisch vino aus lat. vinum und darüber hinaus vermutlich ein Wanderwort, das aus den semitischen in die indogermanischen Sprachen gelangt ist) ist ein alkoholisches Getränk, das aus dem vergorenen Saft von Weinbeeren hergestellt wird….jajaja…

Für mich ist Wein seit heute in erster Linie eine super Alternative in der Negativentwicklung.

Nach diversen Ausflügen in die Dunkelkammer und die eigene Negativentwicklung, nach Experimenten mit Kaffee und verschiedenen Filmen in der Rotationsentwicklung schrie mein Laborherz nach neuen Aufgaben…Diese Aufgabe entdeckte ich im Zauberwort Wineol.

Wineol ist ein alternativer Negativentwickler auf der Basis von billigem…und wirklich furchtbar billigem…Rotwein…und nein, der war wirklich nicht zu schade dafür. Das Rezept fand ich auf der Seite von Kwerfeldein und wurde dort von Tobias Pohl erwähnt.

Bei Wineol macht man sich genau wie bei Caffenol die Säure zu nutzen, gute Ansätze hatte Tobias Pohl schon bei diversen Filmen und Entwicklungsmethoden gemacht. So entschloss ich mich eine von Ihm bereits getestete Kombi mit (einem meiner Favoriten) dem Ilford FP4+ nachzukochen. Allerdings lagen nur Erfahrungswerte für die Kippentwicklung vor. Deswegen legte ich die Faustregel 1/3 weniger Entwicklungszeit bei gleicher Temperatur fest, die ich aus eigener Rotationserfahrung ableiten konnte.

 

Das Rezept:

 

 

 

 

 

450 ml Rotwein, hier empfielt sich der Merlot pays d’oc 2010 vom Aldi. Spätere Versuche mit noch billigerem Wein aus dem Tetrapack waren weniger ergiebig im Ergebnis.

45 g Waschsoda

2-4 g Ascorbinsäure

Das ganze Mixen und die Nase dabei zuhalten, was dabei rauskommt ist schwarz/blau und stinkt wie die Pest.

Wie bereits erwähnt entschied ich mich für die Rotationsentwicklung bei 21 Grad C und 30 Minuten.

Alles wie gehabt, Testfilm einspulen, vorwässern, Wineol (beim Einfüllen habe ich ein Sieb benutzt um eventuellen Weingrieß oder ähnliches auf dem Film zu vermeiden), wässern, fixieren, schlußwässern, fertig…und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Details in den Regentropfen und Himmel gut sichtbar.

Der Himmel ist verhältnismäßig gut ausdefiniert.

 

Das Nagativ ist gut entwickelt,leichte Körnung, details sind vorhanden. Ich hätte mit einer Rotfärbung gerechnet, statt dessen haben die Negative einen ganz leichten Sepiaton der beim Scannen jedoch weitgehend verschwindet.

 

Ich werde weitere Test machen, da ich den Ilford FP4+ im Prinzip liebe, er aber nicht soooo gut auf Wein anspringt wie ich mir das gedacht habe, ist wohl eher ein Weißweintrinker 😉 …naja, mag auch an dem modernen Trägermaterial liegen.

Hab da noch ne Einladung auf  ein bis zwei Gläser mit einem Rollei Retro 80s. Mal schauen wie die Entwicklung ausfällt da es sich bei dem Retro ja um einen Film mit klassischen Trägermaterial handelt, welches nach meiner Erfahrung besser auf alternative Entwickler reagiert.

 

Oder doch mit Urin versuchen? Naja…

 

Bis dahin

 

Gut Licht und Prost

 

Christian

 

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3 Comments

  1. Mensch, das freut mich aber… Wineol mach also weiter die Runde.
    Schöne Ergebnisse hast Du da. In Kürze geht es weiter auf kwerfeldein mit Mammographiefilm und PaRodinal
    Und im Oktober werde ich einen Workshop im Ahrtal anbieten „Wineol and beyond“ Filmentwicklung mit Haushaltsmitteln
    aber ohne Urin ! 🙂 Das ganze wird in einer Genossenschaftsbrennerei bei der Rotweilese stattfinden…

    Mach weiter so, viele Grüße

    Tobias

  2. Hey, ja mit Wineol hab ich bessere Ergebnisse als mit Caffenol hinbekommen, von daher ist das mein neuer Lieblingsentwickler…Dein Workshop klingt interessant.

  3. und warum kein Urin? 😉


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