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Monthly Archives: April 2010

Gestern war (endlich) der schon mehrfach erwähnte internationale Pinhole Day! Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, mit meinem selbst gebauten Gehäusedeckelobjektiv loszuziehen und mit der D80 sowie einer Nikon FA einige Aufnahmen zu machen. Der Film aus der FA – ein erst wenige Jahre abgelaufener  Kodak Elite Color – ist noch in Entwicklung. Aber die digitalen Aufnahmen sind natürlich schon vorzeigbar. 🙂

Rahmendaten sind wie gehabt: Brennweite 45mm (d.h. Abstand Loch – Filmebene), Lochgröße 0,3mm (gemessen mit Scanner+Photoshop), Blende ca. f150. Belichtungszeiten waren bei ISO 400 so zwischen 1 und 8 Sekunden. Die Aufnahmen wurden alle mehr oder weniger nachbearbeitet, d.h. Belichtung und Kontrast angepasst. Teilweise wurden die Fotos auch in Graustufen umgewandelt oder mit den Farben gespielt. Schauplatz war wie so oft der wunderschön verwunschene Alte Friedhof in Bonn.

Bevor ich ein Foto auf die Galerie von www.pinholeday.org hochlade, warte ich noch auf die analogen Aufnahmen. Bin sehr gespannt, wie die so geworden sind (gerade auch im Vergleich zu den digitalen). 🙂

Ich habe eine alte Nikon CoolPix E4500, die seit meinem Umstieg auf eine DSLR die meisten Zeit im Schrank herumgelegen hat. Eigentlich wolle ich sie schon verkaufen, aber dann bin ich im Internet auf eine Seite über digitale Infrarotfotografie gestoßen. Demnach ist diese Kamera relativ gut dazu geeignet, Infrarotaufnahmen zu machen, weil der eingebaute Filter offenbar relativ viel Infrarotlicht durchlässt. Außerdem kann die E4500 praktischerweise auch mit IR-Filter richtig fokussieren und die Belichtung  messen.

Die E4500 hat ein 28mm Filtergewinde, auf das ich mittels zweier Adapter (28/37, 37/52) einen 52mm Schwarzfilter aufsetzen kann. Da nun endlich auch genug Sonnenlicht draußen unterwegs ist für IR-Aufnahmen, konnte ich heute dann endlich mal mit der Kamera im Gepäck rausgehen, um buchstäblich die ersten Schritte in der digitalen Infrarotfotografie zu unternehmen. 🙂

Alle Aufnahmen wurden mit Zeitautomatik bei ISO 200 und Blende 2.6 aufgenommen. Der eingebaute Belichtungsmesser kam bei Sonnenlicht meistens auf ca. 1/2 Sekunde Belichtungszeit, was so gerade ausreichte um aus der Hand zu fotografieren. Auf dem Monitor der E4500 sieht man nicht wirklich viel, allenfalls ein paar Schemen, aber man kann natürlich den zusätzlich vorhandenen Durchsichtsucher benutzen um das Motiv anzupeilen, der allerdings zu ca. 1/3 von dem aufgesetzten Filtermonstrum bedeckt wird.

Hier einige Ergebnisse:

Infrarotaufnahme aus dem Fenster, unbearbeitet.

Geisterbuche im Kottenforst bei Bonn. Umgewandelt in Graustufen, leichte Kontrastanpassungen.

Feld und Weiher am Kottenforst. Umgewandelt in Graustufen, leichte Kontrastanpassungen.

Von den ersten Ergebnissen bin ich ziemlich angetan. Alles Grüne wird ordentlich weiß, und der Himmel (und Wasser) schön dunkel … ich mag die Stimmung bei diesen Aufnahmen. Jetzt bin ich doch sehr froh, dass ich das alte Schätzchen behalten habe. 🙂