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Monthly Archives: März 2010

Wer schon einmal geocachen war kennt den Reiz, ganz genau zu wissen an welchem Punkt auf diesem Planeten man sich gerade befindet. Das aufzeichnen von sogenannten Tracks oder Tracklogs ist die zeitliche Aneinanderreihung solcher Punkte oder Standorte. Das Ergebnis ist gepaart mit entsprechender Karten Software (hier existiert eine Menge Kram, aber als kleinster gemeinsamer Nenner taugen Google Earth und Google Maps ganz gut) ein wunderbar visualisierter Weg, den man zu Fuß, per Fahrrad oder womit auch immer zurück gelegt hat.

Da es irgendwie in der Natur einer Fotosafari liegt, an einem bestimmten Ort umher zu streifen würde es jetzt ganz gut passen den Ort an dem ein Bild aufgenommen wurde direkt im Bild zu speichern. Glücklicherweise ist das sogar möglich. Da das Thema eigentlich im Netz bzw. verschiedenen Blogs (Einführungsvideo, Übersicht von Software für den Mac) schon ziemlich abgegrast ist, soll das hier überhaupt keine große Einführung werden. Statt dessen möchte ich ein Ergebnis zeigen, dass bei den ersten Tests entstanden ist und kurz beschreiben wie das zu stande kam.

Mit auf der Fotosafari waren:

Eine Digitalkamera (Nikon D80 + 18-105mm). Wichtig: Uhrzeit und Datum einstellen!

Ein Garmin eTrex GPS Handgerät, das den Track (also den zuwückgelegten Weg) aufzeichnete.

Im Grunde sind wir jetzt einfach durch die Gegend gelaufen und haben Bilder geschossen, während das GPS Gerät die zurückgelegte Strecke aufzeichnete. Später am Rechner wurden dann einerseits die Bilder aus der Kamera, andererseits der Track aus dem GPS Gerät auf den Rechner kopiert.

HoudahGeo - Mac Software um Geo Informationen aus einem aufgezeichneten Track in die Bilder zu übertragen.

Hier kam dann eine Geotagging Software (da ich mich noch nicht entschieden habe, welche Software ich verwenden möchte, habe ich die Demo Version von HoudahGeo ausprobiert) zum Einsatz, um Bilder und Track zu kombinieren.

Google Earth als Interaktive Bilderkarte.

Jetzt kann man einfach aufhören und hat Bilder, die geoinformationen enthalten. HoudahGeo kann die Kombination aus Wegstrecke und Bildern aber auch in verschiedene Formate (z.B. Locr, Google Earth, …) exportieren. Durch den Export nach Google Earth KMZ entsteht als Ergebnis ein Dokument, dass Google Earth in eine interaktive Bilder-Karte verwandelt. Diese könnt ihr einfach hier herunter laden: BalkanExpress.kmz

Regnerisch-diesiges Wetter ist eine tolle Kulisse für düstere Aufnahmen. Trotzdem hat sich meine Ausflugslust heute in starken Grenzen gehalten, so dass ich nur mal kurz zu der nah gelegenen Magdalenenkirche gepilgert bin, um mit meiner zur Lochkamera umgebauten D80 zu experimentieren.

Guardian

D80 mit Gehäusedeckel-Objektiv. 2 Sekunden bei f ca. 135, Iso 400.

Bisher bin ich mit der Leistung meines „Objektivs“ ganz zufrieden, wenn das Loch auch (wie ich vermutet hatte) mit knapp 0,4mm etwas zu groß geraten ist. Aber egal, geht ja bei der Pinhole-Fotografie nicht so sehr um Schärfe. Trotzdem: da geht noch was! 🙂

Heute habe ich mal wieder ein neues Loch für mein Gehäusedeckelobjektiv gebastelt. Diesmal habe ich ein Stück Blech aus einer Erdnuss-Dose ausgeschnitten, und mit einer Nadel vorsichtig ein Loch hineingepiekst (drehend, um es möglichst rund zu bekommen). Dann habe ich beide Seiten des Blechs mit feinem Sandpapier abgeschliffen und eine Seite schwarz angemalt, um Reflektionen zu vermeiden.

Ich glaube es ist ein klein wenig zu groß geworden, aber von der Schärfe der Resultate her ist es bisher mein wohl bester Versuch:

D80 mit Pinhole-Gehäusedeckelobjektiv. 1/4s bei (ca.) f150 und 400 ASA.

Ich glaub ich werd erstmal dabei bleiben und demnächst versuchen, ob ich ansprechende Fotos damit hinbekomme. 🙂