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Ich frage mich schon seit einiger Zeit, warum sich Leute in alle Öffentlichkeit mit diesen lächerlich aussehenden (andere empfinden das vielleicht als ‚Profihaft‘) Streulichtblenden montiert umher wandern. Das ist schließlich eine Kamera und keine Muskete.

Auf der anderen Seite ist mir das physikalische Prinzip natürlich klar: Streulicht fällt ein und verändert das Bild zum schlechteren. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass ich das auch im Resultat sehe. Oder? Schon seit einigen Wochen frage ich mich ob eine Streulichtblende Sinn macht und wie sie meine Fotos beeinflussen würde – wenn ich eine hätte.

Heute ergab sich dann eine Gelegenheit um das ganze einmal auszuprobieren. Nach gefühlten 3 Jahren Wolken, Nebel und Dunkelheit ließ sich tatsächlich die Sonne blicken. Also schnell die Kamera gezückt. Die Sonne stand so, dass Licht von einem Dachfenster von vorne Links und leicht von oben ins Bild viel. Ich halte mich nicht für einen besonders talentierten Fotografen oder jemanden mit einem guten Auge. Aber selbst mir war auf Anhieb klar, dass etwas nicht stimmt. Die Farben waren total ausgewaschen, fast wie ein grauer Schleier der auf dem Bild lag.

Drinnen, Licht von vorne links oben. Ohne Streulichtblende sind die Farben sehr verwaschen.

Also schnell mit der linken Hand die Sonnenblende simuliert indem ich sie wie einen halben Trichter vorne an das Objektiv ansetzte und damit einen halben Bogen über dem Objektiv erhielt. Im Sucher der Kamera wurde sofort klar, dass es eine ziemlich gute Idee war. Plötzlich kamen die Farben wieder und das Bild sah etwa so aus wie ich es mir Vorstellte.

Drinnen, Licht von vorne links oben. Mit der Linken Hand eine Streulichtblende simuliert.

Wie gut der Effekt einer gekauften Streulichtblende ist, kann ich immer noch nicht sagen, aber eins ist mir klar geworden: Je nach Lichtverhältnissen kann es vielleicht das Bild retten. Im Zweifelsfall werde ich bei Sonne jedenfalls öfters mal die Hand über das Objektiv halten… Vielleicht kann man auch durch gezieltes weg lassen interessante kreative Effekte erzeugen.

PS: Die Bilder sind leider etwas unterschiedlich fokussiert, es gibt schönere Motive auf unserem Planeten und ja, ich sollte meine Bude mal wieder aufräumen. Ich hoffe man kann dennoch erkennen was ich sagen möchte 😉

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2 Comments

  1. Gutes Beispiel überzeugend dargestellt.
    Früher gehörte die Streulichblende bei den Festbrennweiten zum Standard einen ernsthaften Fotografen. Bei den Zoom-Objektiven geht und nützt das natürlich nur noch sehr eingeschränkt.
    Daher beschatte ich die Frontlinse oft mit der Hand, wenn sie sonst die Linse bescheinen würde. Noch besser ist es, wenn man einen Hut o.ä. zur Hand hat.
    Gute Beschattung.
    HE

  2. Gutes Beispiel!

    Ja, Streulichtblende gehört zum Objektiv dazu wie eine Frontlinse.
    Canon verkauft ja viele ihrer Objektive OHNE Blende und sahnt da dann noch mal richtig ab.

    Ciao Oli


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