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Nach einer längeren Pause habe ich mich mal wieder mit Lochkameras beschäftigt; immerhin rückt der PinholeDay immer näher, und Vorbereitung ist bekanntermaßen alles. Also hab ich wieder mal etwas gebastelt.

Um die ideale Größe des Lochs für meine Kamera zu ermitteln, habe ich mich des Tools PinholeDesigner bedient, das hier vor kurzem schon angesprochen wurde. Das Tool läuft übrigens praktischerweise hervorragend mit Wine unter Mac OS (und vermutlich auch Linux).

Bei der Nikon D80 beträgt der Abstand vom Sensor bis zur Lochebene ziemlich genau 4,5 cm. Diesen Wert habe ich in das Tool eingegeben, was mir eine optimale Lochgröße von ca. 0,3 mm zurücklieferte. In der Idealen Kombination ergibt das eine Blende von f150.

Das Interface des PinholeDesigners.

Mangels eines geeigneten Bohrers habe ich wieder mit Alufolie und einer Nadel gearbeitet (ich sollte wirklich mal einen 0,3 mm Bohrer besorgen und auf Kupferblech umsteigen). Da meine dünnste Nadel mit ca. 0,5 mm immer noch viel zu dick ist für mein Gehäusedeckel-Objektiv, habe ich die Alufolie diesmal nur leicht mit der Spitze durchstoßen. Nachgemessen wurde wieder mit dem Scanner (1200 dpi) und Photoshop, was eine optimale Lochgröße von ca. 0,03 cm ergab. Yay!

Das Loch in Vergrößerung. Nachgemessen wurde mit dem Linealwerkzeug, dass im Ornder "Menü" zu finden ist.

Leider sieht man wieder dass die Ränder des Lochs relativ vergratet sind, und auch einen überstehenden Fetzen der in das Loch hineinragt. Mit bloßem Auge ist das alles immerhin nicht zu erkennen.

Da Brennweite und Lochgröße (und damit die Blende f150) nun bekannt waren, konnte ich wiederum mittels PinholeDesigner eine Umrechnungstabelle für meine Lochkamera erzeugen; Belichtungsmesser gehen nämlich selten bis Blende f150.

Anzeigen einer Umrechnungstabelle mittels der ermittelten Blende in PinholeDesigner. Diese kann exportiert und ausgedruckt werden; praktisch für unterwegs.

Für das Testfoto (aus dem Fenster) wurde mit einer anderen Kamera bei gleicher Filmempfindlichkeit und Blende f22 eine Belichtungszeit von 1/30-1/60s ermittelt. Laut Umrechnungstabelle ergibt das für die Lochkamera eine Belichtungszeit von 1-2s. Aufgenommen wurde mit 1.3s Belichtungszeit, was ziemlich genau hinkam:

Testfoto mit der Pinhole-Kamera. D80 mit Gehäusedeckel-Objektiv bei Iso 400, 1.3s, f150 (unbearbeitet). Dabei fällt auf, dass ich unbedingt mal wieder meinen Sensor reinigen (lassen) sollte. ;)

Testfoto mit der Pinhole-Kamera. D80 mit Gehäusedeckel-Objektiv bei Iso 400, 1.3s, f150 (unbearbeitet).

Nicht gerade das schönste Foto, aber technisch fürs erste schonmal gar nicht schlecht. Allerdings fällt auf, dass ich dringend mal meinen Sensor reinigen (lassen) sollte… 😉

Zum Vergleich habe ich die gleiche Szene mit (fast) gleicher Belichtungszeit auch noch mit einer Nikon F301 aufgenommen, auf einen Fuji Superia 400 Film. Diese Kamera weist nämlich praktischerweise ziemlich genau den gleichen Abstand zwischen Bajonett und Filmebene auf wie die D80. Sobald der Film entwickelt ist, werde ich die Ergebnisse im Blog zeigen. Ich bin sehr gespannt! 🙂

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14 Comments

  1. ich auch 🙂 und das der pinholedisigner auch mit wine laeuft ist eine sehr wichtige information fuer mich danke 🙂 regido

  2. na dann wird es unter ubuntu auch keins sein,,das hauptproblm sind die sauberen loecher,ich werde diese tage erst mal meinen schreibtisch frei machen,damit ich schoene lichtdichte pappschachteln bauen kann 🙂
    bis bald

  3. hi hi ich auch 🙂

  4. Unser Volkshochschul-Dozent hat mal aus einer Pappschachtel eine Pinhole gebastelt und mit einem Planfilm geladen. Das Negativ war so groß wie eine Postkarte 🙂
    Dass es sogar einen PinholeDay gibt, war mir neu!

  5. ja,man/frau kann es auch gleich mit positivmatrial versuchen,da gibt es dann ganz ausergewoehnliche farben……ahhhh ich muesste viel mehr zeit haben 🙂

    • Sehr spannende Anregungen. Bisher habe ich nur Lochkamera-„Objektive“ gebaut; an ne ganze Kamera hab ich mich noch nicht gewagt. In der Schule haben wir mal ne Lochkamera aus nem Schuhkarton gebastelt, aber damit keinen Film belichtet sd. nur auf eine Butterbrotpapier-Mattscheibe projeziert. 🙂 So viele Möglichkeiten… 😉

  6. eine lochkamara im wind?….ich brauche einen sponser und zeit 48 stunden am tag 🙂

  7. Vergratet? Das ist ein Krater und kein Loch! 😉
    Finde es schon sehr beruhigend, dass die Umrechnungstabelle für die Belichtungszeiten ordentlich funktioniert. So kann man mit einem externen Belichtungsmesser, oder einer analogen/digitalen SLR die Belichtung messen, schaut kurz in die Tabelle und hat einen Treffer.
    Als nächstes steht nämlich Pinhole mit Film an. Und da hat man weder besonders viele Versuche (besonders nicht bei einer Box), noch schnelles Feedback…
    In kürze gibt es hoffentlich mehr zu dem Projekt.

    • Ja, ich war auch entsetzt als ich das Dingen vergrößert gesehen habe. Aber dafür finde ich’s im Ergebnis bisher gar nicht so schlecht. Ich habe im Internet aber schon sehr scharfe Aufnahmen gesehen, die mit Lochkameras aufgenommen sein sollen; wenn das nicht stark übertrieben war, braucht man dafür wohl ein wirklich sauberes Loch… 😉

  8. ich weiss schon jetzt,erst mal wird sehr viel schrott dabei herauskommen…..wo soll denn schon ein schones rundes loch herrkommen? da braucht es uebung und fehlversuche…..aber das finde ich super in ordnung….da braucht es dann zeit und zeit….10 weisse haare mehr und?

  9. Pinholeday… ma ch ich mir gleich mal einen reminder in den kalender 🙂

    Vorher wird dann bei mir aber Basteln angesagt sein!
    http://corbis.readymech.com/en oder der Klassiker
    http://www.pinhole.cz/en/pinholecameras/dirkon_01.html

    Ciao Oli

    • Hehe, die Papierkameras sind ja sehr cool … werd ich vielleicht auch mal ausprobieren. 🙂


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